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WERBUNG
Teil 1 News 2004
Dieser Artikel basiert zum Teil auf werbenden Informationen der
Firmen ALK-Scherax und Allerca
Endlich können auch Katzenhaar-Allergiker mit dem Segen ihres Arztes
einen Stubentiger halten - zumindest theoretisch.......
Das US-Unternehmen Allerca hat „allergenfreie“ Katzen
gezüchtet, die angeblich auch von Katzenhaar-Allergikern gehalten
werden können.
Trotz eines Stückpreises von rund 4.000 US-Dollar
musste die in Kalifornien beheimatete Firma aufgrund der großen
Nachfrage bereits seit dem Jahr 2004 eine immer länger
werdende
Warteliste führen. Experten bezweifeln, ob diese so clever anmutende
Lösung des Problems Katzenhaar-Allergie wirklich hält, was sie
verspricht. Für die Katzenhaar-Allergie sind eine Reihe von
Allergenen verantwortlich zu machen. Es ist daher unwahrscheinlich,
dass die Abwesenheit des Haupt-Allergens ausreicht, um die
Allergie-Symptome verschwinden zu lassen.
“Solange ich Freddie bei mir habe, tränen meine Augen aufgrund
meiner Katzenhaar-Allergie. Würde ich den Kater aber - wie mein Arzt
es immer wieder verlangt - ins Tierheim geben, dann würden meine
Augen aufgrund des Trennungsschmerzes tränen – raten Sie mal, wofür
ich mich seit Jahren immer wieder entscheide“, meint Barbara
Polik (die Redaktion hat den Namen verändert) lachend, wenn die
Rede auf ihre roten Augen und die für Allergiker typische Tropfnase
kommt.
Die weltweit seit Jahren zu beobachtende Zunahme von Allergien und
allergisch bedingten Asthma-Erkrankungen betrifft auch die mit
einer zusätzlichen Problematik belasteten Katzenhaar-Allergiker.
Katzen wichtiger als die eigene Gesundheit?
Der übliche Ratschlag der Allergologen "Versuchen Sie den Kontakt zu
den Verursachern einer Allergie möglichst ganz zu vermeiden!" dürfte
bei Schimmelpilzen, Birkenpollen und dem Kot von Hausstaubmilben
nur in Ausnahmenfällen Seelenqualen verursachen – doch für die
Liebhaber der schmusigen Stubentiger ist diese aus
wissenschaftlicher Sicht berechtigte Forderung der Ärzte oft
erstmals Anlass, sich offen gegen die Autorität der Weißkittel
aufzulehnen.
Barbara Polik
bringt es trotzig so auf den Punkt: "Solange ich kein schweres
Asthma bekomme, werde ich mich von Freddie nicht trennen" und schaut
verliebt auf den alten kampferprobten Kater, der es sich angesichts
dieser Liebeserklärung genüsslich schnurrend auf dem breiten Ehebett
der Familie Polik bequem gemacht hat. Umfragen haben in der
Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass nur ein kleiner Teil der
Katzenhaar-Allergiker bereit ist, sich von ihrem geliebten
Stubentiger zu trennen.
Katzenhaar-Allergene reisen mit dem Wind bis ans Ende der Welt
Dies ist weniger absurd, als man auf den ersten Blick annehmen
sollte: Katzenhaar-Allergene sind nämlich so klein, das sie mit dem
Wind über Ländergrenzen und ganze Kontinente hinweg verteilt
werden. Der Katzenhaar-Allergiker hat daher auch dann noch Kontakt
zu den die Allergie auslösenden Eiweißkörpern, wenn er die geliebte
Katze widerwillig im Tierheim abgegeben hat.
Die schmerzliche Trennung von der geliebten Katze ist daher nicht
immer die Lösung des Problems Katzenhaar-Allergie – sie fügt
aufgrund des Trennungsschmerzes oft zum Problem der Allergie
lediglich noch seelische Probleme hinzu.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die
Katzenhaar-Allergene - in erster Linie das Haupt-Allergen Fel-d1
- oft weiter in der Wohnung des Allergikers finden lassen.
Gelegentlich nimmt die Menge der bei Luftproben gefunden Allergene
nach dem unfreiwilligen Auszug der Katze nicht einmal so deutlich
ab, dass die mehr lästigen als gefährlichen Symptome der Allergie
ganz verschwinden. Insbesondere heftige Attacken mit dem
Staubsauger können kontraproduktiv wirken, da die vorher relativ
fest mit den Oberflächen von Teppichen, Polstermöbeln oder Vorhängen
verbundenen Allergene aufgewirbelt werden und dadurch die
Allergiesymptome noch verstärken. Analysen machten deutlich, dass
man Katzen-Allergene selbst dort findet, wo sich wahrscheinlich noch
nie eine Katze aufgehalten hat. Dies gilt gleichermaßen für den
Südpol und das Inlandeis von Grönland sowie für zahlreiche
öffentliche Gebäude in deutschen Großstädten.
Die einzige wirksame Therapie wird viel zu selten durchgeführt
Seit vielen Jahren steht mit der spezifischen Immuntherapie (SIT) -
früher als „Hyposensibilisierung“ oder „Allergiespritze“ bezeichnet
– eine Behandlung zur Verfügung, die von der
Weltgesundheitsorganisation WHO als die einzige gegen die Ursachen
der Allergie gerichtete Therapie eingeschätzt wird. Doch viele
Katzenhaar-Allergiker verhalten sich irrational: sie scheuen den
Aufwand der über Jahre durchzuführenden SIT, lassen ihre Katze sogar
mit im Bett schlafen und behandeln ihre Allergie nur halbherzig –
beispielsweise mit den gelegentlich müde machenden Antihistaminika.
Auf diese Weise riskiert etwa jeder dritte Allergiker die Entstehung
eines allergischen Asthmas.
Hier
geht es zur Website der Firma mit dem
ungewöhnlichen "Produkt"
auf youTube
können Sie (in englischer Sprache) zahlreiche aktuelle Videos
sehen, die sich in US-Fernsehbeiträgen mit dem Thema hypoallergene
Katzen beschäftigen.
hier
zum
zweiten Teil des Artikels
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